Mit dem Kopf in der Wolke – Cloud Computing für jedermann
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Mit dem Kopf in der Wolke – Cloud Computing für jedermann

Je größer das Unternehmen, umso digitaler arbeitet es. Diese Faustregel ist heute in der Wirtschaft gut erkennbar und wird durch Studien belegt. Die komplexen organisatorischen Herausforderungen der Konzerne fördern die Digitalisierung. Für den Mittelstand ist es da bisweilen schwerer, loszulassen. Cloud-basierte Software, Desktop und Sicherheitslösungen werden nur von den progressivsten 10 Prozent der Unternehmen genutzt. Besonders das Gewerbe sei recht zaghaft unterwegs, sagt Christian Rätsch von der Initiative Antrieb Mittelstand, der Fakten zur Digitalisierung zusammengetragen hat. Dabei sind die großen Konzerne dabei, die Vorteile von Cloud-Services so dramatisch wie möglich auszubauen.

IBM, SAP, die Telekom – Google, Amazon und Microsoft sowieso – Hemmnisse und Verständnislücken auf Unternehmerseite haben diese Konzerne den Kampf angesagt. Was die Amerikaner als “uneasiness” mittelständischer Betriebe umschreiben, wird von jenen meist als solide Skepsis gesehen, wie eine BITKOM-Studie zeigt.

Die Angst vor Wirtschaftsspionage und Datenverlust grassiert.

Technisch gesehen gibt es Cloud Computing bereits seit es das Internet und Rechner gibt. Die nicht-stationäre Berechnung und Speicherung von Daten ist der Kern des Netz. Es hat aber große Vorteile, Daten immer weiter in den Orbit hinaus zu schicken: Backup-Funktion, Synergieeffekte, Kollaborationsmöglichkeiten. Eine bessere Netzinfrastruktur, VDSL, LTE, größere Rechnerkapazitäten – und steigender Bedarf. Letzterer macht die Cloud aktuell für den Mittelstand zum Reizthema: Die Wettbewerbsvorteile, die in der Wolke einzusammeln sind, sind gerade für kleine Firmen erheblich. Man zahlt dabei nur für tatsächlich genutzte Leistungen. Die Infrastruktur der Großen gelangt in die Reichweite von Spezialisten und Start-ups.

Die Zukunft scheint aber entschieden – und sie wird hart für diejenigen, die sich gegen eine hochgerüstete Konkurrenz stellen wollen. Eine dritte Studie kommt gerade von Gartner: 70 Prozent der Datenmanager wollen ihre Verwaltungsstrategien in den nächsten zwei Jahren überdenken. Cloud sei damit das drittwichtigste Thema nach Ressourcenplanung und Business Intelligence.

Wir werden das Thema in der nächsten Zeit genauer beleuchten und konkrete Schritte für kleine und mittelständische Unternehmen zusammenfasssen. Soviel vorweg: Das Nebeneinander von stationären und Cloud-Speichern wird aller voraussicht nach nicht verschwinden.

 

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